Meine Gedichte über Teddybären 

 

 

 

 

    

Alle Gedichte sind geschrieben von der Künstlerin Maier Silvia   

und dürfen nicht kopiert werden

 

 

              

 Weihnachtstraum eines Teddy´s 

  

Leute schlendern durch die Gassen,  

mit Sack und Pack die Geschäfte verlassen.  

Alles mögliche sie nach Hause tragen,  

mit Freude, etwas gefunden zu haben. 

 

Zwei Tage vor dem Weihnachtsfest,  

einer viele Tränen fließen lässt.  

Keiner wollte den kleinen braunen Bär,  

ein neues Zuhause wollte er so sehr.

  

Gebetelt hat er mit treuherzigem Blick,  

doch keiner der ihn im Arm hielt kam zurück. 

Er wünschte sich so sehr ein Menschenherz,  

mit dem er teilen konnte Freude und Schmerz. 

 

Dann an Heiligabend, er konnte es kaum fassen,  

kam dieses Mädchen und wollte ihn nicht mehr loslassen.  

Sie kraulte sein Fell mit der kleinen Hand,  

es war sofort Liebe, das die beiden verband.

 

Das Bärenkind wünschte sich das so sehr,  

nun ist sein Leben nicht mehr leer.  

Ein Mädchen wird ihm ihre Liebe schenken  

und noch in vielen Jahren an dieses schöne Weihnachten denken.

  Maier Silvia, Dez. 2011

 

     

 

 

 

Teddybär

Es war ein Kind,
dass nicht viel hatte,
aber es hatte dich.
Du warst da, als es dich brauchte
und das vergisst es dir nicht.
Bist neben ihm gelegen in langen Nächten,
hast ihm erzählt von deiner Last.
Er hat geduldig zugehört
und mit dir, deine Kindheit verbracht.
Dann kam die Zeit, als er in eine Kiste kam,
viele Dinge waren dort untergebracht.
Verstaubt, verkümmert und nicht mehr beacht,
hat er gewartet, auf dich, das Kind.
Das Kind ist jetzt groß und hat selber schon Kinder,
eines Tages hat es an dich gedacht.
Es erinnerte sich an seine Kindheit,
ein Traum dich zu finden, war plötzlich erwacht.
Das Erwachsene Kind und der kleine Bär,
welch warme Gefühle es wieder für dich hegt.
Du heute nun wieder bei ihm bist,
du Kind und dein kleiner Teddybär.

 Maier Silvia

  

 

 

 

  

 

Geboren

 

Der Schnitt ist schon fertig, die Wolle gekauft,
ein paar Augen liegen vor mir.
Ich häkle schon seit Stunden dahin

und kann es kaum erwarten, wenn ich fertig bin.
Das Köpfchen wird zusammengenäht,
und mit Watte gestopft.
Noch ein Gelenk mit eingenäht,
dann wird die Nase gestickt.
Es folgen der Bauch, die Arme und Beine,
viel Zeit vergeht, bis es soweit ist.
Nach einer Woche dann, kann ich schon sehen,
welches Kerlchen du wohl bist.
Plötzlich sitzt du da und guckst mich an,
so süß, als wärst du am Leben.
Ich freue mich jetzt sehr über dich,
einen Namen werde ich dir nun geben.
Die ganze Arbeit war nicht umsonst,
ein Bärchen hat mein Herz berührt
es bekommt einen Platz, wo ich es sehen kann,
und zu neuen Ideen mich verführt.

Maier Silvia

 

 

   

 


   

Marlen   

Marlen, ein Mädchen angesehener Leut,
hat alles wovon ein anderer nur träumt.
Sie kann sich kaum retten, vor lauter Geschenken,
das braucht sie, werden ihre Eltern denken.
Dann kam der Tag, als Marlen Bobi fand
und sie sofort Liebe verband.
Bobi war ein kleiner Bär,
denn gab Marlen nicht mehr her.
Keiner verstandt, was den das soll,
ihr Kinderzimmer war mit Teddys voll.
Aber Bobi den nannte sie ihr eigen,
nur diesen Bären konnte sie leiden.

Maier Silvia

 

 


 

 


 

Alter Lump

Diesen zotteligen Bär,
keine Augen hat er mehr.
Seine Pfoten abgewetzt,
und ein Ohr ist auch zerfetzt.
Er hat längst schon ausgedient,
nichts liebes er mehr rüberbringt.
Aber er sitzt noch immer hier,
er ist ein Teilchen seit ewig von mir.

Maier Silvia

 

 

 

 

   

Bärenkauf  

Die Bärchen gibts in rot, braun, gelb,
in allen Farben, man sie erhält.
Mit großen und ganz langen Nasen,
großen Füßen, die sich anpassen.
Kleine Bärchen kunterbunt,
Bäuchlein klein und kugelrund.
manche tragen ein Gewand,
Kappen, Spangen, allerhand.
Die Auswahl hier ist riesengroß,
welcher hier nun zieht das Los.
Der Braune mit den kleinen Ohren,
sieht mich an, so ganz verloren.
Diesen, will ich mein Eigen nennen,
in zu mir nach Hause mitnehmen.
Er soll ein Blickfang bei mir sein,
ab jetzt nun bist du für immer mein.     

Maier Silvia

 

 

  

 

 

 Herzschlag

Hier sitzen viele kleine Bärchen,
kunterbunt in allen Farben.
Schön zu betrachten und zu sehen,
wie Kinderaugen sich daran laben.
Jeder Bär, schreibt eine Geschichte,
keiner gleicht dem anderen.
Für Sammler eine Freude, für Genießer ein Fest,
wenn diese Bären auch 
Erwachsene Herzen, 
höher schlagen läßt.

Maier Silvia  

 

 

 

 

 

 Sammeln

Belächelt und für dumm verkauft,
werde ich von jedem ringsumher.
Wie kann man nur so kindisch sein
und sammeln einen Bär.
Noch dazu dann selber machen,
all die Zeit und all das Geld.
Wo ist hier der Sinn der Sache,
fragen sie entsetzt.
Der Sinn ist die Liebe
der Sinn ist das Leben
der Sinn ist die Hoffnung
der Sinn ist nicht aufzugeben
der Sinn ist zu Lachen
der Sinn ist zu Weinen
der Sinn ist ein Spiel
der Sinn ist mein Leben

Maier Silvia

 

 

 

 

  

Sonnenblick

Dunkle Wolken ziehen daher,
seit Tagen ist der Himmel grau.
Noch lange ist kein Lichtblick in Sicht,
bis ich in deine Augen schau.
Ich sehe das funkeln in deinen Augen
und spüre, du willst mir etwas sagen.
Was willst du mir sagen, kleiner Bär?
ich muss mein Schicksal besser ertragen.
Ja weißt du kleiner Bär,

das ist nicht immer so leicht.
Ich bin froh, dass du mir Mut machst,
wenn Stärke öfter von mir weicht.
Du schaust mich noch immer verlegen an,
aber ich weiss, du verstehst mich sehr gut.
Ich muss lächeln über meinen kleinen Bär,
so ein Knirps da, der gibt mir Mut.
ja, ja mein Kleiner,
schön dass es dich gibt.
Ich danke dir für jeden Tag,
und deine Augen, die ich so lieb,
mir schon so im manchen Stunden,
gesagt haben,nimm es nicht so schwer.
Gerade du, der da sitzt,
kannst es mir deuten
gerade du, mein kleiner Bär.

Maier Silvia

 

 

 

 

  

 Der alte Mann

Der kleine Junge spielt mit seinem Bär,
er muss sich noch um nichts sorgen.
Das alles ist schon lange her,
du denkst zurück und siehst den Morgen.
Der kleine Junge und sein Bär,
das waren Freunde fürs ganze Leben.
Was würdest du für einen Tag,
nochmals der Junge sein, nur geben.
Mit zitternden Händen schließt du das Album,
Wehmut steigt in dir Hoch.
Du fragst ganz leise mit dünner Stimme,
gibt es diesen Bären noch?
Ja, er  sitzt noch immer im alten Schrank,
er ist Erinnerung, die nicht vergeht.
Sieht immer noch wie damals aus,
jeder Tag, jedes Jahr, das seither verweht.

Maier Silvia